Durch die lange pandemiebedingte Schließung aller Schulen in Uganda wurde zahlreichen Kindern mit dem Schutz- und Bildungsraum Schule eine existenzielle Lebensgrundlage genommen. Dieser Zustand begünstigte prekäre Lebenssituationen wie sexuelle Ausbeutung, häusliche Gewalt, Zwangsheirat und Teenagerschwangerschaften. Verschärft wurde dies durch eine wachsende familiäre wirtschaftliche Not aufgrund der Arbeitslosigkeit der Erziehungsberechtigten.
Somero Uganda hat 40 Lehrer/innen engagiert, die jeweils mit 10 Haushalten zusammenarbeiteten. Dort stellten die Lehrkräfte sicher, dass die Kinder während der Schulschließung und im Anschluss in ihren Gemeinden unterrichtet wurden. Gemeinsam mit den Bildungsbeauftragten des Distrikts entwickelten die Lehrer/innen Unterrichtsmaterialien und verteilten diese an die Kinder in den Bildungsgruppen.
Als Folgeprojekt schlugen die beteiligten Gemeinden die Einrichtung von mobilen Gemeindebibliotheken vor, um nicht nur die Erfolge des Vorgängerprojekts zu konsolidieren, sondern auch nachhaltige Ansätze zur Bereitstellung zugänglicher Lernmaterialien auf Gemeindeebene zu verfolgen. Der Ansatz nutzt die sicheren Lernräume, die bereits in den von Somero Uganda strukturierten und eingerichteten Bildungsgruppen vorhanden sind.
Projektnr.: 166-22
Förderland: Uganda
Förderort: Distrikt Busia
Projektpartner: Somero e.V.
Lokale Organisation: Somero Uganda
Förderjahr: 2022 – 2023