Verringerung der Landflucht – Einkommens- und Lebensperspektiven für junge Frauen und Männer im ländlichen Kenia

Die Region Siaya am Viktoriasee ist wirtschaftlich wenig erschlossen und leidet unter der Landflucht. Wie viele Dörfer des ländlichen Kenias verliert das Dorf Mbuye am Lake Victoria seine junge, energetische Bevölkerung, was neben anderen sozioökonomischen Folgen dazu führt, dass die Ernährungssicherheit der Menschen im Dorf bedroht ist. Mbuye liegt am Rande des Viktoriasees im Westen Kenias. Dort herrscht ein Savannenklima, es gibt keine verlässlichen Regenzeiten und nur unregelmäßige Niederschläge. Die Bevölkerung praktiziert Subsistenzwirtschaft, angebaut werden Mais, Hirse und Bohnen. Es wird auch Vieh, vor allem Ziegen und Schafe, gehalten. Brunnen für die Bewässerung sind vorhanden, aber es fehlt an einer grundlegenden Infrastruktur, es gibt weder Elektrizität, noch geteerte Straßen.

Ziel dieses Projektes ist es durch eine Ausbildungs- und Produktionsstätte jungen Frauen und Männern in der Region den Erwerb von Fähigkeiten und Kompetenzen zu ermöglichen, die für sie und für die gesamte Gemeinschaft im Hinblick auf Produktion und Beschäftigungsmöglichkeiten in der Region wichtig sind. Die Inhalte der einjährigen Ausbildung orientieren sich an den lokal verfügbaren Ressourcen und Umweltbedingungen und umfassen Imkerei, Hühnerhaltung, Kaninchenzucht, Herstellung von Ziegelsteinen und den Aufbau einer Baumschule.

Baumschule
Imkerei

20 junge Frauen und Männer (es wird auf eine gerechte Verteilung der Geschlechter geachtet) erhalten zwei Monate lang Trainings in jedem der genannten Bereiche. Danach suchen sie sich einen Schwerpunkt aus, in dem sie weiter ausgebildet und gleichzeitig produzieren und erhalten am Ende des Jahres Kapital für ein eigenes Start-Up, in Form von Tieren und/oder Baumsetzlingen um selbst einen Bestand aufzubauen und ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften. Fünf der Absolventen übernehmen danach jeweils einen Bereich und bilden im nächsten Jahr weitere Jugendliche aus.

Ausbildung

Die Produktion und den Verkauf der Baumaterialien und Verbrauchsgüter, sowie durch den Multiplikatoreffekt der Trainer, gewährleistet die Nachhaltigkeit des Projekts nach Ablauf des Jahres.

Das Marketing wird in Kenia vor allem über „Social Media“ betrieben, besonders für Bestellungen und nicht nur auf lokalen Märkten. Die Bestellungen werden mit dem Dorf-Motorrad ausgeliefert.

Projektträger :           One World Network e.V.

Projektpartner:         One World Network Kenya, Nairobi

Förderjahr:                seit 2021

Projektnr.:                 143-21si

 

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