Entwicklung von Kapazitäten und Wertschöpfung für traditionelle und ökologisch angebaute Reissorten in Sri Lanka

Sri Lanka ist in einer wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Krise. Der Mangel an Devisen und die starke Verschuldung des Inselstaates haben die chemischen Produktionsmittel wie Dünger und Pestizide für die Bauern teurer und knapp werden lassen. Gleichzeitig hat die hohe Belastung dieser Substanzen in der Umwelt und in der Nahrung auch zur Zunahme von Krankheiten bei Menschen geführt. Deswegen ist der Umstieg auf ökologische Produktionsmethoden wichtig. Um diese Transition nachhaltig umzusetzen, ist es ratsam, das Thema von verschiedenen Perspektiven anzugehen. So müssen die Bäuerinnen und Bauern Trainings bekommen, wie sie ökologischen Dünger herstellen, wie sie die Bodenfruchtbarkeit verbessern und wie sie mit Pflanzenkrankheiten ohne chemische Pestizide umgehen können. Außerdem brauchen auch die Beraterinnen und Berater der Landwirtschaftsämter entsprechende Trainings, um die Bauern angemessen zu beraten. Und es ist zudem essentiell, dass es Vermarktungskanäle gibt, die den Produzenten faire Preise ermöglichen. Auch die Bewustseinbildung bei der Bevölkerung ist nötig. All dass sind die Aktivitäten, die dieses Projekt adressiert. Der Fokus liegt dabei auf dem Grundnahrungsmittel Reis. Die traditionellen Reis Sorten haben einen hohen Wert für die Gesundheit, sind resistenter gegen Trockenheit und eignen sich sehr gut für den Bioanbau.

Das Projekt ist vor allem im Süd-Osten Sri Lankas lokalisiert; in den Distrikten Monaragala, Hambantota und Ampara. Die Aktivitäten finden in Kooperation mit der Agrarverwaltung (Department of Agriculture) statt und werden von den Partnern LOAM (Lanka Organic Agriculture Movement) und der Forschungsgesellschaft Die Agronauten mit Unterstützung der Schöck-Familien-Stiftung durchgeführt.

Projektträger:     Forschungsgesellschaft die Agronauten e.V.

Projektpartner:  Lanka Organic Agriculture Movement (LOAM)

Förderjahr:          seit 2021

Projektnr.:            128-21 A

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