Marktplatz und Ausbildungsstätte für Frauen in Kaperebyong, Norduganda

Fleißig, zuständig für das Schulgeld ihrer Kinder und die Ernährung – und dennoch genießen die Frauen kein Ansehen und gleichen Rechte in ihren Familien und Dörfern. Noch immer dominieren die Männer, obwohl Frauen viel zur Lösung einiger Probleme beitragen könnten.

Freunde Ugandas e.V. und sein Partnerverein „Voluntary Action for Development“ arbeiten seit 30 Jahren daran, dieses verborgene Potenzial zu heben – durch Maßnahmen zur Einkommensförderung.

Trainings, Anschubfinanzierung und kleine Sparvereine haben in der Region im Norden Ugandas ca. 500 Frauen dazu befähigt, ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften. Mit ihren Ernten aus der Landwirtschaft, mit Hühner- und Schweinezucht, Mais- und -Fischprodukten, wollen sie ihrem Leben eine neue Perspektive geben.

Im vernachlässigten Norden des ehemaligen Kriegsgebiets der „Lord Resistanc Army“ mit den berüchtigten Kindersoldaten könnte dieser Markt Modellcharakter haben.

Mit finanzieller Hilfe der Schöck Familien-Stiftung wurde der letzte Schritt zur Verbesserung der Lebenssituation geschaffen – ein eigener Markt in der nahen Provinzstadt soll die Frauen unabhängig von den niedrigen Preisangeboten der Großhändler machen und ihnen Einkommen schaffen.

Aktuell fördert die Schöck-Familien-Stiftung ein weiteres Projekt in Nähe des Marktplatzes.

Junge Mütter, meist Schulabbrecherinnen aus armen Verhältnissen ohne Land, sollen hier in einer Ausbildungsstätte eine praktische Ausbildung in den Bereichen Nähen von Schuluniformen, Stricken von Schulpullundern und von waschbaren Binden erhalten.

Danach kann ein Teil der Mädchen bei den örtlichen Schneiderinnen arbeiten, ein Teil wird in der Produktionsabteilung der Einrichtung bleiben, nach einem festen Plan deren Nachhaltigkeit finanzieren und 50% der Gewinne als Einkommen erhalten. Nach einem Jahr rücken weitere junge Mütter zur Ausbildung nach.

Projektträger:          Freunde Ugandas e.V.

Projektpartner:       Voluntary Action for Development, Uganda

Förderjahr:               seit 2021

Projektnr.:                 136-21sa

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