Dorfentwicklungsprojekt Bhimkotti, Madhya Pradesh

Das Dorf Bhimkotti liegt im tiefen, entlegenen Wald etwa 50 Kilometer südlich von Bhopal. Hier leben Ureinwohner-Familien unter ärmlichsten Bedingungen.
In Dorfmeetings werden sämtliche Anliegen und auftauchende Probleme besprochen und Aktivitäten für die nächsten drei Monate geplant.
Das so entstandene Dorfentwicklungskonzept ist aufgrund der lokal definierten Bedürfnisse von der Dorfgemeinschaft zusammen mit Aktivisten von Ekta Parishad* und dem Schweizer Zivildienstleistenden Rolf Latzer entwickelt geplant worden. Dabei wurde auf die Initiative der Dorfbevölkerung gesetzt.

Ausgangslage

Das entlegene Dorf Bhimkotti liegt im indischen Bundesland Madhya Pradesh. Die Bewohner des Dorfes (Adivasi) haben die Landrechttitel 2007 nach dem ersten großen Marsch von Ekta Parishad* für die Rechte der Ureinwohner bekommen. Bhimkotti verfügt über keinerlei Zugangsstraßen, keinen Laden und weder Strom noch einen gesicherten Zugang zu Wasser. Der nächste Fluss liegt etwa 20 Gehminuten entfernt und die Dorfbevölkerung holt zurzeit noch immer über diese beschwerliche Distanz ihr eigenes Trinkwasser. Gekocht wird mit Holz über einer Feuerstelle in den Häusern und ihr vorwiegendes Einkommen generiert die Bevölkerung zur Zeit mit dem Sammeln von Brennholz, welches dann im ungefähr 15 Kilometer entfernten größeren Dorf verkauft wird.

Förderungen durch die Schöck-Familien-Stiftung:

  • 2 Ochsenpaare und 2 Pflüge, um Landwirtschaft zu betreiben.
    Pflanzung von 100 Fruchtbäumen (4 Bäume pro Familie) unterschiedlicher Art
  • Verlegen von Wasserleitungen, welche mithilfe einer Motorpumpe zusätzliches Bewässerungswasser auf die Felder liefert. Diese Wasserleitungen werden unterirdisch verlegt, da man damit ein nachhaltiges Bewässerungssystem aufbauen kann.
  • Ausbildung in einem Trainingscenter außerhalb des Dorfes. Hier wird gelehrt, wie biologische Landwirtschaft nachhaltig betrieben werden kann.
  • Jede Familie soll eine Ziegenzucht erhalten, da man dadurch die ökonomische Situation massiv verbessern und durch den Verkauf von Ziegen auf lokalen Märkten relativ schnell die Einkommenssituation verbessern kann.
  • Zur Unterstützung der biologischen Landwirtschaft soll eine Kompostierung umgesetzt werden.
  • Samenbank und Setzlinge
  • Ausbildungskurse für die Frauen: Die Frauen soll gestärkt werden, so dass sie vermehrt ihre Ideen und Entscheidungen durchsetzen können. Noch immer ist es in Indien so, dass Frauen besser mit Geld umgehen. Ihre Position soll in diesem Ausbildungskurs und im Rahmen des Gesamtprojekts gestärkt werden.
  • Schul- und Sportmaterial: Alle 30 Kinder des Dorfes gehen bereits zur Schule (seit Anfang 2014). Weil die Kinder die Zukunft des Dorfes sind, soll ihnen eine möglichst gute Ausbildung sowie genügend Bewegungsaktivitäten zur Verfügung gestellt werden.

Das Dorfprojekt ein Pilotprojekt. Es soll in ähnlicher Weise, unter Einbezug der Gegebenheiten vor Ort in den kommenden Jahren auch auf andere, ähnliche Dorfentwicklungsprojekte ausgeweitet werden.

Projektträger:              Förderverein Cesci, Schweiz

Projektpartner:           Ekta Parishad, Indien

Förderjahr:                  2014 – 2016

Projektnr.:                   31-14se

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